Rumo und die Wunder im Dunkeln – Walter Moers

11 Mar

Klappentext: Rumo – der Wolpertinder aus Walter Moers´Bestseller “Die 13 1/2 Leben des Käpt´n Blaubär” – macht sich selbständig und geht seinen Weg: Wie er kämpfen und lieben lernt, Feinde besiegt, Freunde gewinnt und das Böse kennenlernt und wie er schließlich auszieht, um das größte Abenteuer seines Lebens zu bestehen, davon erzählt das bisland spannendste, ergreifendste und komischste Werk von Walter Moers.

Und das meine ich: Es ist so ziemlich egal, an welches Buch von Walter Moers ich denke, mir huscht sofort ein leises Lächeln über die Lippen. So auch bei Rumo. Nachdem ich “Die Stadt der Träumenden Bücher” gelesen hatte, war klar, dass es zwar das erste Buch von Moers war, dass ich gelesen hatte, aber das es bestimmt nicht das Letzte gewesen sein sollte. Mit Rumo ging es also weiter und was soll ich sagen? Grandios – wieder einmal. Wortwitz und Phantasie herrlich gepaart und dazu noch in einer spannenden Geschichte um den kleinen Wolpertinger verpackt. Rumo ist einfach Rumo. Man möchte ihn knuddeln und manchmal einen Klaps auf den Hinterkopf geben, wenn er allzu naiv durch die Welt..ach nein, natürlich durch Zamonien tapst, aber es wird auch ziemlich schnell klar, man möchte ihn lieber auf seiner eigenen Seite wissen, als auf der des Gegners. Denn so klein und unwissend Rumo am Anfang auch sein mag, er wächst und lernt schnell und weiß seine wolpertingertypischen Eigenschaften durchaus einzusetzen. Auch wenn das nicht immer gewaltfrei abläuft – es ist ja auch durchaus eine Abendteuer-Geschichte, da gehört das schon mal dazu – man muss Rumo einfach mögen.

Ich beneide Hernn Moers. Ich beneide ihn wirklich! Wie viel Phantasie kann ein Mensch eigentlich haben? Das grenzt durchaus schon an Unverschämtheit und manchmal hätte ich gerne etwas von der Phantasie. Obwohl.. andererseits muss man sich dann wohl fragen, ob seine Bücher immer noch so grandios wären. Dann darf Herr Moers doch lieber seine ganze Phantasie für sich behalten, um weiterhin so tolle Bücher schreiben zu können.

Advertisements

Eigene Wege – Kristín Steinsdóttir

10 Mar

Klappentext:  Es ist nie zu spät sich seine Träume zu erfüllen. Siegtrud, die vor Kurzem Witwe geworden ist, staunt, was man in Reykjavík alles erleben kann, ohne Geld auszugeben. Ein Glas Champagner auf einer Vernissage, ein kostenloser Museumsbesuch oder eine Trauerfeier mit anschließendem Imbiss – Siegtrud ist dabei, stets in einen eleganten französichen Seidenschal gehüllt, ein Erbe ihrer Mutter. Der Schal erinnert sie an das Rätsel ihrer Herkunft: Großvater Magnus soll Franzose gewesen sein. Erst jetzt im Alter findet sie die Muße, Nachforschungen anzustellen. Sie lernt Französisch und träumt von einer Reise an ihren Sehnsuchtsort Paris.

Und das meine ich: Manchmal findet man erst im Alter den Mut wirklich zu Leben, oder vielleicht auch erst die Zeit. So scheint es jedenfalls bei Siegtrud zu sein. Erst nach dem Tod ihres geliebten Mannes, wagt sei es ihre lange gehegten Träume und Wünsche in die Tat umzusetzen. Wünsche, die sie ihres Mannes zu Liebe zurückgesteckt hat. Dabei ist die Frage unumgänglich, ob Siegtrud damit nicht ihren Mann verrät und hintergeht, auch wenn dieser bereits verstorben ist. Auch gerät sie nicht darüber in Zorn, dass sie lange davon abgehalten wurde ihre Träume in die Tat umzusetzen. Dafür bedeutet und bedeutete ihr ihre Ehe doch zu viel. Es scheint viel mehr, dass es einfach einer gewissen Zeit bedurft, bis man sich seinen Wünschen wirklich stellt, oder stellen kann und wirklich von ganzem Herzen bereit dazu ist, diese Wünsche auszuleben. Für einiges braucht man Hilfe, zum Beispiel Siegtrud, die nun endlich Französisch lernt, oder Hilfe bei den Nachforschungen ihrer Familiengeschichte in Anspruch nimmt.

Der Roman ist, irgendwie typisch für die Skandinavier, recht einfach gehalten und dennoch geht er zu Herzen und berührt. Und er zeigt vor allem eines, es ist nie zu spät seine Träume zu leben, manchmal dauert es nur ein wenig länger, bis es so weit ist. Wenn ich ehrlich sein soll, so wünsche ich mir schon jetzt, später im Hohen Alter ebenso mutig und lebenslustig zu sein wie Siegtrud, auch ohne französischen Seidenschal.

Die Stadt der Träumenden Bücher – Walter Moers

9 Mar

Klappentext: Der junge Dichter Hildegunst von Mythenmetz erbt ein makelloses Manuskript, dessen Geheimnis er ergründen möchte. Die Spur weist nach Buchhaim, der Stadt der Träumenden Bücher …

Und das meine ich: Es ist schon eine ganze Weile her, dass mir dieses Buch von einer guten Freundin empfohlen wurde. Ich war zunächst skeptisch, da Fantasy nicht unbedingt zu meinen Lieblings-Genres gehört. Dennoch fand dieses Buch den Weg in mein Bücherregal und wurde gelesen und “hach” ist immer noch das Erste, was mir zu diesem Buch einfällt. Ich muss gestehen, dass ich mich zunächst an Moes´Stil gewöhnen musste, aber das geschah schon nach den ersten 20 Seiten. Vielleicht ein paar mehr, oder auch ein paar weniger. Am Ende jedoch hat es sich gelohnt die ersten Seiten “durchzuhalten”. Ich war restlos begeistert! Von dem Buch, von der Geschichte und vor allem von Moers´Stil und seinem Einfallsreichtum. Meine Güte, wie kann jemand nur so viel Phantasie haben? Und dann auch noch so nett verpackt? Die Zeit mit Hildegunst von Mythenmetz in Buchhaim verging wie im Fluge und daher viel zu schnell. Er stürzt von einem Abenteuer ins nächste, so dass kaum Zeit dazwischen bleibt, um mal Luft zu holen. Man lernt viele Charaktere kennen, die ihm, in seinem jugendlichen Leichtsinn, nicht immer etwas Gutes wollen, aber sein wir mal ehrlich, in die Buchlinge muss man sich einfach verlieben!

Die Stadt der Träumenden Büch ist ein Buch das man einfach gelesen haben sollte. Unglaublich witzig und geistreich ist es sehr kruzweilig und (lieder viel zu) schnell gelesen. Auf jeden Fall ein Buch, dass Lust auf mehr Werke von Walter Moers macht, den man definitiv nicht nur durch “Das kleine Arschloch” kennen sollte.

Göteborg

8 Mar

Es ist zwar schon ein wenig her, aber dennoch einen Eintrag hier wert. Eine Freundin bemerkte Mitte Januar, dass die Stena Line – legt ja praktischer Weise direkt vor der Haustür ab – Testfahrer sucht, die einen Minitrip um 50% reduziert erhalten. Was macht man also, vor allem so kurz vor den Klausuren? Richtig, möglichst schnell buchen. Ende Januar ging es dann Freitag abends los. Erst hübsch einkaufen, da wir vorher gewarnt wurden, wie unverschämt die Preise auf der Stena sind, und dann ab auf die Stena Scandinavica. Um 19 Uhr, einigermaßen pünktlich, legte sie ab. Wäre es nicht so kalt draußen gewesen, hätten wir bestimmt länger an Deck gestanden und die Fahrt von dort genossen. Aber wozu gibt es große Fenster in der Bar, um die Lichter zu beobachten? Unsere Kabine war wirklich niedlich. Aber an sonderlich viel Schlaf war bei mir dennoch nicht zu denken, wie immer halt. Morgens um Punkt 7 Uhr wurden wir durch eine fröhliche Lautsprecherdurchsage vom Kapitän geweckt – wozu denn Wecker stellen – von aufstehen, war zu dem Zeitpunkt allerdings nicht die Rede. Wir hatten schließlich Urlaub und waren nicht auf der Flucht. Ich glaube so gegen 10 Uhr haben wir uns dann mal von Bord gemacht, auf die Suche nach der nahegelegenen Bushaltestelle, bzw. Straßenbahn. Ein bisschen Suchen erforderte es dann doch, denn wozu sollte man ausserhalb des Gebäudes denn auch noch mal Hinweisschilder aufstellen, die einem die richtige Richtung weisen? Mit der Straßebahn ging es Richtung Innenstadt und dem ersten Kaffee entgegen. Danach ging es einfach nur gemütlich durch die Innenstadt. Mal hier lang und mal dort lang. Hier ein bisschen gucken, dort ein bisschen. So tolle Sachen wie Museen, haben wir uns an dem Tag erspart. Sicher wäre dafür ein wenig Zeit gewesen, aber wir wollten ja nicht hetzen. Gegen frühen Nachmittag ging es wieder Richtung Kaffee und einer Kanelbulla und einer Semla (ierks, nicht meins – Marzipan schmeckt mir anscheinend immer noch nicht, aber ich wollte ja auch nur probieren). Langsam ging es dann durch Haga wieder zurück zur Stena. Haga ist ein sehr alter, aber wirklich hübscher Stadtteil von Göteborg. Leider waren nur wenige Leute unterwegs, wahrscheinlich dann doch der Kälte geschuldet. Im Sommer soll es dort aber unglaublich toll sein. Ganz viele Cafes und kleine Läden. Eindeutig der hübschere Teil Göteborgs. Denn sonst schwankt man in der Stadt zwischen “oh hübsches Gebäude” und “oh gott, ganz schnell weggucken”. Aber in den paar Stunden wurde lediglich ein erster Eindruck gewonnen. Irgendwann möchte ich da – wenn möglich im Sommer – noch mal hin und mir für Göteborg ein bisschen mehr Zeit nehmen, zum Stöbern und Gucken.

Die Rückfahrt war, wie auch die Hinfahrt, recht ereignislos. Wir haben die Abfahrt wieder an Deck verbracht, zogen uns aber erneut ganz schnell ins Warme zurück. Ein wenig verweilten wir wieder in der Bar – es ist ja so unglaublich grandios Leute zu beobachten! – bevor es auf die Kabine ging. Und richtig, morgens um 7 ertönte wieder der freundliche Kapitän durch die Lautsprecher. Schneller als uns lieb war, waren wir wieder in Kiel, aber es war wirklich eine schöne, kleine Minitour.

Aufmerksamkeit

8 Mar

Ich weiß zwar nicht, wie viele Menschen meinen Blog lesen, aber auch ich möchte einfach einer guten Sache Aufmerksamkeit zukommen lassen. In wie fern es nun unbedingt diese Organisation, oder eine andere mit ähnlichen Zielen sein sollte, sei mal dahingestellt. Denn in einem haben sie recht, man kann nichts verändern, wenn nur eine Person von einem Missstand weiß.

Musik: Born to die

28 Feb

Ohne Worte…

Musik: Black horse and a cherry tree

27 Feb