Göteborg

8 Mar

Es ist zwar schon ein wenig her, aber dennoch einen Eintrag hier wert. Eine Freundin bemerkte Mitte Januar, dass die Stena Line – legt ja praktischer Weise direkt vor der Haustür ab – Testfahrer sucht, die einen Minitrip um 50% reduziert erhalten. Was macht man also, vor allem so kurz vor den Klausuren? Richtig, möglichst schnell buchen. Ende Januar ging es dann Freitag abends los. Erst hübsch einkaufen, da wir vorher gewarnt wurden, wie unverschämt die Preise auf der Stena sind, und dann ab auf die Stena Scandinavica. Um 19 Uhr, einigermaßen pünktlich, legte sie ab. Wäre es nicht so kalt draußen gewesen, hätten wir bestimmt länger an Deck gestanden und die Fahrt von dort genossen. Aber wozu gibt es große Fenster in der Bar, um die Lichter zu beobachten? Unsere Kabine war wirklich niedlich. Aber an sonderlich viel Schlaf war bei mir dennoch nicht zu denken, wie immer halt. Morgens um Punkt 7 Uhr wurden wir durch eine fröhliche Lautsprecherdurchsage vom Kapitän geweckt – wozu denn Wecker stellen – von aufstehen, war zu dem Zeitpunkt allerdings nicht die Rede. Wir hatten schließlich Urlaub und waren nicht auf der Flucht. Ich glaube so gegen 10 Uhr haben wir uns dann mal von Bord gemacht, auf die Suche nach der nahegelegenen Bushaltestelle, bzw. Straßenbahn. Ein bisschen Suchen erforderte es dann doch, denn wozu sollte man ausserhalb des Gebäudes denn auch noch mal Hinweisschilder aufstellen, die einem die richtige Richtung weisen? Mit der Straßebahn ging es Richtung Innenstadt und dem ersten Kaffee entgegen. Danach ging es einfach nur gemütlich durch die Innenstadt. Mal hier lang und mal dort lang. Hier ein bisschen gucken, dort ein bisschen. So tolle Sachen wie Museen, haben wir uns an dem Tag erspart. Sicher wäre dafür ein wenig Zeit gewesen, aber wir wollten ja nicht hetzen. Gegen frühen Nachmittag ging es wieder Richtung Kaffee und einer Kanelbulla und einer Semla (ierks, nicht meins – Marzipan schmeckt mir anscheinend immer noch nicht, aber ich wollte ja auch nur probieren). Langsam ging es dann durch Haga wieder zurück zur Stena. Haga ist ein sehr alter, aber wirklich hübscher Stadtteil von Göteborg. Leider waren nur wenige Leute unterwegs, wahrscheinlich dann doch der Kälte geschuldet. Im Sommer soll es dort aber unglaublich toll sein. Ganz viele Cafes und kleine Läden. Eindeutig der hübschere Teil Göteborgs. Denn sonst schwankt man in der Stadt zwischen “oh hübsches Gebäude” und “oh gott, ganz schnell weggucken”. Aber in den paar Stunden wurde lediglich ein erster Eindruck gewonnen. Irgendwann möchte ich da – wenn möglich im Sommer – noch mal hin und mir für Göteborg ein bisschen mehr Zeit nehmen, zum Stöbern und Gucken.

Die Rückfahrt war, wie auch die Hinfahrt, recht ereignislos. Wir haben die Abfahrt wieder an Deck verbracht, zogen uns aber erneut ganz schnell ins Warme zurück. Ein wenig verweilten wir wieder in der Bar – es ist ja so unglaublich grandios Leute zu beobachten! – bevor es auf die Kabine ging. Und richtig, morgens um 7 ertönte wieder der freundliche Kapitän durch die Lautsprecher. Schneller als uns lieb war, waren wir wieder in Kiel, aber es war wirklich eine schöne, kleine Minitour.

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