Emma – Maria Barbal

18 Aug

Klappentext: Emma lebt in Barcelona. Sie hat einen Mann, eine Tochter, einen Job. Ein sorgloses Leben in geregelten Verhältnissen. Dochn eies Tages bricht Emma aus. Lässt alle Angepasstheit, alle Enttäuschungen und Routinen hinter sich und wagt einen radikalen Neuanfang – auf der  Straße. Und neben aller Demütigung und Armut findet sie dort wieder, was sie verloren glaubte: Liebe, Würde und das zarte Gefühl des Glücks.

Und das meine ich: Mich hatte zuerst das Cover total beeindruckt und danach erst der Klappentext. Und auch wenn ich dem Klappentext im Nachhinein nicht hundertprozentig zustimmen kann, so hat mir das Buch dennoch gefallen. Ich muss allerdings zugeben, das ich eine Weile gebraucht habe, um mich an den Stil des Buches zu gewöhnen. Es ist aus der Perspektive von Emma geschrieben, dabei springt sie aber häufig in ihren Gedanken hin und her, manchmal sogar ohne sie ganz zu Ende zu führen. Erst nach einigen Seiten erfährt man, dass sie sozusagen einen Brief an ihre Tochter schreibt. Allerdings ähnelt ihr Schreibstil eher an ein Tagebuch. Sehr viel aus der kürzlichen Vergangenheit von Emma erfährt der Leser dabei nicht, zu schmerzhaft scheinen für sie die Erinnerungen daran. Man erhält jedoch eine gute Ahnung. Von ihrer entfernteren Vergangenheit erfährt man da schon mehr. Und letztendlich bekommt der Leser mit was, grade mit ihr passiert, wie sie versucht ihre Tochter sehen zu dürfen, wie sie von Sehnsucht und Gewissensbissen geplagt wird und versucht Absolution für ihre “Schuld” zu bekommen. Das Wort Schuld habe ich dabei bewusst in “…” gesetzt, denn vielleicht nicht jeder mag ihre Handlung als solche zu verstehen, beziehungsweise mag die Schuld anderen Personen in der Geschichte zuschreiben. Grade zum Ende hin nimmt der Roman eine Wendung, wie sie anders auch nicht sein sollte, oder könnte, wenn man die Personen der Handlung und deren Eigenschaften berücksichtigt.

Trotz anfänglicher Eingewöhnung hat mir das Buch wirklich gut gefallen und regt durchaus zum Nachdenken an, wie viel man sich gefallen lassen muss oder sollte in einer Ehe.

Emma -Maria Barbal

Diana Verlg, 287 Seiten

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: