Wo der Elch begraben liegt – Carin Hjulström

5 Aug

Klappentext: Für die Studentin Frida Fors wird die Zuteilung ihres Praktikumsplatzes zur kältesten aller Duschen: Ihr Einstieg in die  Welt des Journalismus soll im provinziellen Bruseryd stattfinden – in einem småländischen Kaff, von dem niemand je gehört hat. Dort soll sie in der Lokalredaktion arbeiten. Doch worüber schreiben, wenn das Einzige, was ihr auffällig erscheint, der Chefredakteur höchstselbst ist, der sich schon in der Mittagspause dem Alkohol zuwendet? Oder der 19-jährige aus Södertälje, der einen Kebabladen ohne Gäste betreibt? Oder Gunnel, die tagaus, tagein vorüberfahrenden Autos nachschaut? Aus der Not heraus macht Frida aus einer kleinen Randnotiz eine Zeitungsmeldung: “Bruseryd von der Landkarte gestrichen!” Und was darauf folgt, hätte sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht vorgestellt…

Und das meine ich: Zunächst einmal muss ich zugeben, dass ich manchmal einfach Bücher brauche, die ich einfach so mal eben weglesen kann. Dieses Buch gehörte definitiv in diese Kategorie. Sehr amüsant und kurzweilig wird davon berichtet, wie alle Mitstudenten um Frida herum ihren Erstwunsch, oder zumindest den Zweitwunsch, für einen Praktikumsplatz bekommen. Während Frida anfangs noch hofft in der Nähe ihres Freundes einen Platz zu bekommen, wird sie jäh in die Wirklichkeit zurückgeholt, als sie lediglich den Platz in Bruseryd – also mitten in der Pampa – zugeteilt bekommt. Während schon vor Praktikumsbeginn alles aus dem Ruder zu laufen scheint, so wird der Leser von der Willensstärke und etwas, das man durchaus als Optimismus bezeichnen kann, der Hauptfigur überrascht. Statt sich allem weinerlich hinzugeben, will Frida einfach ihre Chance nutzen. Und das tut sie. Auf ihre ganz eigene Art lernt sie das Dorf mitsamt der Bewohner kennen und macht aus dem Wenigen was sie hat unglaublich viel.

Mich hat vor allem begeistert, dass Frida nicht sofort die Flinte ins Korn wirft – wie es wahrscheinlich viele andere in ihrer Situation getan hätten – sondern sich auf ihre Situation einlässt und mit unermüdlicher Arbeit und viel Eifer das Beste draus macht. Ein wirklich nettes und unterhaltsames Buch, bei dem am Ende jeder das zu bekommen scheint, was er verdient.

Wo der Elch begraben liegt – Carin Hjulström

Blanvalet Verlag, 414 Seiten

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