Die letzten Tage in Melbourne

10 Nov

Inzwischen bin ich gut in Adelaide gelandet, aber die letzten Tage in Melbourne habe ich natuerlich nicht ganz untaetig verbracht.

Zum einen war ich noch in der National Art Gallery. Ein riesiger Komplex, der dazu einlaedt sich zu verlaufen. Naja gut, vielleicht nicht grade verlaufen, aber hinterher fragt man sich wieder, ob man denn alles gesehen hat, oder ob man wieder irgendeinen Abschnitt verpasst hat. Es ist also ziemlich unuebersichtlich und verschachtelt aufgebaut. Wer sich das so ausgedacht hat moechte ich ja gerne mal wissen… Nun ja, was solls. An sich ist die Ausstellung sehr nett. Eine Mischung aus Kunst und Museum. Moderne Kunst ist nicht mein Ding, ebensowenig wie asiatisches Gedoens, was so alles ausgestellt wurde, aber irgendwie wusste ich das schon vorher. Einige Bilder waren aber wirklich wunderschoen. Es waere wohl nur zu auffaellig gewesen, wenn ich versucht haette sie einzupacken und mitzuhmen. Ich haette aber auch eh keinen Platz gehabt… Die National Art Gallery hat aber auch noch einen super Backpackervorteil – es ist kostenlos!!! Man kann also einfach reingehen und sich in aller Ruhe alles angucken.

Auch wenn I. und mir das Wetter nicht unbedingt hold war, wir haben es dann doch am Melbourne Cup Day nach St. Kilda zum Strand geschafft. Es war bewoelkt, windig und daher recht kalt. Wir haben es uns trotzdem nicht nehmen lassen ein wenig am Strand entlang zu spazieren und einmal den Pier rauf und wieder runter zu gehen. Bis zur Daemmerung und damit bis zu den Pinguinen sind wir allerdings nicht mehr geblieben, dafuer war es dann doch zu kalt – und da soll noch mal einer sagen in Australien scheint nur die Sonne und es ist immer toll und warm! Der Strand an sich ist jetzt auch nicht wirklich ein Highlight! Aber vielleicht lag das auch einfach am Wetter, ich weiss es nicht.

Mein letzter Sight-Seeing-Stop in Melbourne war dann das Old Melbourne Gaol und das Watch Over House. Dafuer, dass es so alt ist, hat sich das Gefaengnis noch sehr gut gehalten. Ich bin ja normalerweise nicht der Typ, der sich in Museen jedes Schildchen durchliest, aber hier war es  einfach nur super interessant, so das kein Schild an mir vorbeigekommen ist und ich fuer das recht kleine Museum/Gefaengnis doch knapp 2 Stunden gebraucht hab. Interessant war die Geschichte ueber Ned Kelly und wie ueber die Kunst des Haengens berichtet wurde. Jaja, das geht nicht einfach so, jedenfalls nicht wenn man das ordentlich machen will. Ein wenig Mathe muss man da schon koennen. Dem Gefangenen soll schliesslich schlichtweg das Genick gebrochen werden und er soll so wenig wie moeglich leiden – hat natuerlich nicht immer so geklappt. In die Eisenruestung von Ned Kelly hab ich mich allerdings nicht reingezwaengt, dazu war es zu warm. Interessant fand ich auch, dass bis weit ins 20. Jahrhundert dort Leute gehaengt wurden.  Im Eintritt war eine Fuehrung im Watch Over House, gleich nebenan, mit inbegriffen. Nachdem also im Gaol kein Schildchen mehr zum lesen uebrig war, bin ich dort hin, um mich der Fuehrung anzuschliessen. Dort angekommen, sollten wir uns rechts und links in zwei Reihen aufstellen. Maenner rechts, Frauen links. Wir haben dann eine Karte mit unserem Namen, Verbrechen usw bekommen und wer uns verhaftet hat. Wenns danach geht, hab ich mit 10 Jahren schon dubiose Pflaenzchen angebaut 🙂 Wir wurden also kurzgesagt, wie Verbrecher behandelt und auch kurz in einer der Zellen eingesperrt. Sowohl mit, als auch ohne Licht. Bei der Waerme und mit so vielen Personen in dem doch recht kleinen Kaemmerlein nicht grade das angenehmste. Da ist man automatisch klaustrophobisch veranlagt!! Die Idee allerdings, die Besucher so herumzufuehren ist wirklich grossartig. Da bekommt man mal das Gefuehl, wie es vielen Leuten frueher so ergangen ist und heute noch ergeht. Wirklich ne tolle Idee.

Kurz vor meinem Abflug nach Adelaide musste ich dann ja noch mal zurueck ins Hostel ziehen, dank meines ach so netten Vermieters. Das hier aber alles zu schreiben wuerde den Rahmen sprengen. Dem Herren, werde ich die Tage noch mal einen extra Eintrag widmen, wenn ich von Kangaroo Island wieder da bin. Da geht es naemlich morgen hin, auf eine drei Tages Tour *freu*

Advertisements

One Response to “Die letzten Tage in Melbourne”

  1. Anikó November 10, 2009 at 1:43 pm #

    Freut mich, dass Du gut in Adelaide gelandet bist! Bin dann mal auf den Eintrag vom Vermieter gespannt, wie die Zimmerübergabe war … Und es könnten auch mal wieder ein paar neue Photos kommen 😉

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: