Kiel in einem Hauch von Frühling

16 Apr

Gestern um 11:07 Uhr führte mich der Zug wieder Richtung Kiel. Schon die Hinfahrt war ereignisreicher als mir lieb war. Kurz vor dem Hauptbahnhof in Hamburg wurde nämlich alle gebeten den Zug zu verlassen, da die restliche Strecke gesperrt sei. Na grossartig!! Auf ging es zur Straßenbahn von einer netten Dame inklusive Kind begleitet – ok genaugenommen dackelte ich hinterher. Auf dem Weg nuschelte eine Lautsprecherdurchsage irgendwas von wegen Straßenbahn und auch nicht fahren. Genau verstänlich war es aber nicht. Kurzerhand musste dann erstmal ein Ticket gelöst werden und auf gings in die Straßenbahn. Die, wie die Lautsprecherdurchsage hier besser zu verstehen gab, Verspätung haben würde, da die auch diese Strecke auf Grund von einem Feuerwehreinsatz nicht befahrbar war. Klasse, wurde ja immer besser das alles. War ja nicht so, dass ich ja auch noch auf den Zug nach Kiel angewiesen war und auch nicht ewig spät dort ankommen wollte/durfte. Die netten Angestellten meinten jedoch, dass es sich nur so um fünf bis 15 Minuten handeln würde. Also rein in die Straßenbahn, die sich keine zwei Minuten später in Gang setzte. Großes Kino. So lange hätte der Zug auch mal abwarten können und uns zum Hauptbahnhof fahren können. Hätte Geld gespart *grummel*. Genau um 15:20 Uhr kam ich dann in Hamburg am Hauptbahnhof an, die Hoffnung, die Regionalbahn nach Kiel könnte ja mal Verspätung haben konnte ich schon gleich wieder begraben. Also musste ich jetzt wirklich eine Stunde am Bahnhof in Hamburg rumhängen. Ich konnte mir wahrlich besseres vorstellen. Wenigstens fand sich recht schnell jemand – leider Ausländer mit schlechten Deutschkenntnissen –  mit einem Schleswig-Holstein Ticket, der einen angemessenen Preis für die Mitfahrt verlangte. Ich hätte auch ein Einzelticket gelöst, ich wollte einfach nur noch nach Kiel. Der Herr mit dem Ticket schickte mich mit seinem Verwandten schon mal vor zum Zug und schlenderte gemütlich telefonierend hinterher. Wir suchten einen Platz – ähm nein anders, wir versuchten es, der Zug war sch… voll – von dem Herrn mit dem Ticket, war allerdings weit und breit nichts mehr zu sehen. Sein Verwandter verließ auf der Suche nach ihm den Zug und ich konnte auch nicht sehen wie er oder der andere den Zug wieder bestiegen, bevor dieser sich in Bewegung setzte. Der Verwandte hatte seine Einkaufstüten bei mir stehen lassen, ich war mir bei ihm also recht sicher, dass er zurückkommen würde, aber der Kerl mit dem Ticket??? Mit einem leicht mulmigen Gefühl und der unterbewussten Sicherheit, dass diesmal die Fahrkarten kontrolliert werden würden, saß ich in meinem Sitz. Der Verwandte kam zurück, von dem anderen keine Spur. Der Zug war keine Minute aus Hamburg raus, als der Schaffner in der Tür auftauchte. Bravo, wusste ich´s doch. Hinter ihm tauchte aber der Ticketmensch auf. Plumps – mir fiel ein Stein vom Herzen!! Die Stunde die ich danach noch in dem Zug verbrachte, kam mir dennoch so vor wie die vorangegangenen vier nach Hamburg. Und das lag an drei unausstehlichen kleinen Bratzen, die nicht nur mir tierisch auf den Zeiger gingen. Unglaublich!!! Ich wusste nicht ob ich die Mutter böse angucken, oder Mitleid mit ihr haben sollte… In Kiel angekommen wurde ich netterweise von R. abgeholt – DANKE noch mal – und bei K. vor der Wohnung abgesetzt, die auch grade erst von der Uni zurückgekommen war. So hatte ich zwar nicht vor ihrer Tür warten müssen, aber es wäre mir glaube ich lieber gewesen dort zu sitzen und zu lesen, statt der Tortur im Zug.

Nach kurzem Aufenhalt zum Durchschnaufen und umziehen ging es dann los in Richtung Stadt erst was Essen und dann zum THW Spiel gegen Stralsund (Betonung auf der ersten Silbe bitte, wie uns dort beigebracht wurde). Es war wieder toll. Wir haben direkt hinter dem Tor gesessen, was mal eine ganz neue, ungewohnte, aber nicht minder tolle Sichtweise bescherte. Das 1000 Tor der Saison in der Bundesliga für den THW markierte mit dem 20. Treffer Lundström. Ich brauche glaube ich nicht zu erwähnen, dass der THW gewonnen hat. Den Abend haben wir dann mit Cocktailnamenbrainstorming und Grey´s Anatomie ausklingen lassen.

Meine Sicht auf das Spielfeld

Meine Sicht auf das Spielfeld

Heute morgen klingelte recht früh der Wecker, da K. ja zur Uni musste. Da mein Magen sich zwar einigermaßen ruhig verhielt, ich aber über Ostern Papas Erkältung abbekommen habe, entschied ich mich K. zur Uni zu belgeiten, dort R. in seiner Mittagspause noch mal zu treffen und mich dann in Richtung Bahnhof zu begeben und Kiel schon wieder zu verlassen :(. Leicht gefallen ist mir das nicht, aber da K. auch noch für die Uni eine ganze Menge zu tun hat, war es wohl die bessere Entscheidung. Auf meinem Weg begleitete mich, wie gestern auch, wunderbares Wetter. Sonnenschein und angenehm warm.

Schrevenpark

Schrevenpark

*wieder hin will*

*wieder hin will*

Die Rückfahrt nach Göttingen war recht ereignislos. Ich hab ledglich mein Buch, welches ich erst gestern im Zug angefangen hatte, zu Ende gelesen.

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3 Responses to “Kiel in einem Hauch von Frühling”

  1. Anikó April 17, 2009 at 8:33 pm #

    Ja, ja: Straaaalsund und nicht seltsam auf die zweite Silbe betont aussprechen 😉 Freut mich, dass Du einen schönen Tag hattest :-)))

  2. Seine Lordschaft April 20, 2009 at 5:25 pm #

    Du bist echt viel Unterwegs 😀
    Aber schön wenns dir gefällt

  3. tardis19 April 20, 2009 at 5:31 pm #

    Viel unterwegs? Na ich weiß ja nicht. Dann wäre ich doch eher jedes Wochenende woanders, wenn ich viel unterwegs wäre… Naja bald kann ich das auch behaupten, dann bin ich aber auch ganz weit weg *jippieeeeh*

    Anikó, ja nen schönen Tag hatte ich auf jeden Fall. Naja genauer gesagt ja eigentlich zwei 🙂

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